Zwangserkrankungen

Zwänge und Zwangserkrankungen kommen in einem breiten Spektrum von harmlosen Angewohnheiten bis hin zu krankhaften Denk- und Verhaltensweisen vor. Die Betroffenen sind sich der Unsinnigkeit und Wirkungslosigkeit ihrer Gedanken und Handlungen bewusst, können aber ihr Verhalten nicht einfach ändern bzw. abstellen.
Zwangserkrankungen sind verbreiteter als früher angenommen und stellen für die Betroffenen eine maßgebliche Einschränkung im Alltag dar.

Zu den Zwangserkrankungen zählen:

  • Zwangsgedanken (z.B. Grübelzwang, zwanghaftes Zweifeln)
  • Zwangsvorstellungen (z.B. aggressive Impulse, sexuelle Impulse)
  • Zwangshandlungen (z.B. Kontrollzwang, Waschzwang)

Therapie:

In der Existenzanalyse werden Zwänge als spezielle Reaktionsweisen gesehen, um eine Angst zu bannen. Nicht verarbeitete Erlebnisse oder erfahrene Ablehnung, können unbewusst das Vertrauen in die Welt und in die eigene Person erschüttert haben.

Im therapeutischen Prozess werden diese Erlebnisse behutsam aufgearbeitet und gleichzeitig haltgebende Strukturen erarbeitet. Die Angstkonfrontation und das Aushalten-Lernen der Angst, die entsteht, wenn Zwänge bewusst unterlassen werden, gehen Hand in Hand mit dem Erarbeiten eines guten inneren Halts und Vertrauen in die Welt und in sich selbst.